Die schönsten Sehenswürdigkeiten Guatemalas

Guatemala City - modernes Leben und koloniales Erbe

Guatemala Stadt ist eine moderne Metropole Zentralamerikas und das Tor zu den Reisen durch Guatemala - das vielfältige bunte und geschichtsträchtige Maya-Land. Die Hauptstadt ist in 25 Zonen unterteilt. Zone 1 ist dabei das historisch bedeutsame Stadtzentrum um das herum sich die anderen Zonen im Uhrzeigersinn herum ausbreitet. Die mächtige Kathedrale Metopolitana befindet sich hier - ein Prachtbau aus der Kolonialzeit. In der Nähe zum Flughafen findet man den Kunsthandwerksmarkt 'La Aurora', mit den schönsten typischen Textilien, Kleidung, Schmuck und Keramik... toll um Souvenirs zu kaufen. Aber Gutamala Stadt gehört nicht wirklich zu den Sehenswürdigkeiten Guatemalas - vielmehr ist sie die Pforte zu einem der schönsten und vielfältigsten Länder im zentralen Amerika.

Antigua Guatemala - Sehenswürdigkeit und UNESCO-Weltkulturerbe seit 1979

Antigua war einst die Hauptstadt Guatemalas - von 1541 bis 1776. Dann zerstörte ein Erdbeben die Stadt. Daraufhin wurde die Stadt Antigua an eine andere Stelle verlegt und wieder aufgebaut, dor, wo sie heute ist. Kaum zu beschreiben, wie viele schöne Gebäude es in Antigua gibt - am besten man schlendert durch diese hübsche Stadt, genießt die Sträßchen und Gassen mit ihren hübschen Kolonialbauten mit den bunten Fassaden, den zentralen Park und den angrenzenden Häusern in der spanischen Architektur, die schönen Kirchen und die Kathedrale. Die Stadt ist wie ein einziges Freilichtmuseum.  Eine Kulturstadt und Stadt der Künstler. Und überall gibt es schöne Geschäfte mit Keramik, Kleidung, typischer wunderschöner Schmuck und Kunsthandwerk. Zahlreiche Restaurants in denen man sich rundum wohlfühlt bieten hervorragende mittelamerikanische Küche.

Torbogen Antigua Guatemala

Antigua Guatemala liegt am Fuße der 3 Vulkane 'Volcán de Agua' - Hunahpú, 'Volcán Acatenango' mit den beiden Gipfeln Pico Mayor und Yepopaca, und der 'Volcán de Fuego' - Chin Gag in der indigenen Caqchiquel Sprache. Antigua ist eine der schönsten Sehenswürdigkeiten Guatemalas.
 

Der Atitlán See - eine der faszinierendsten natürlichen Sehenswürdigkeiten Guatemalas 

Für mich ist eine der schönsten Guatemala Sehenswürdigkeiten der Atitlán See. Das Licht ist hier zauberhaft, mit den ihn umgebenden Vulkanen wirkt der Atitlán Sie geheimnisvoll und malerisch. Das Wasser ist mal tiefblau, mal türkis und mal fast grün. Abends schweben Nebel aus dem Tal heran und der stahlblaue See bewegt, morgens ist die Luft so klar und so ruhig, dass man an seinem Ufer ins Träumen gerät. Hier - in einer solchen Atmosphäre - begrüßt die Schamanin des hier beheimateten Maya-Volkes die aufgehende Sonne und segnet unseren Tag.

Atitlán See

Chichicastenango - farbenfroher Markt der Maya und Ort des Popol Vuh

In Chichicastenango gibt es viele Besonderheiten und Sehenswürdigkeiten Guatemalas. Jeden Donnerstag und Sonntag strömen die indigenen Bewohner der umliegenden Dörfer in das Städtchen um ihre Erzeugnisse auf dem großen Markt zu verkaufen. Farbenfroh ist es und überall kann man eine Fülle von Blumen, Obst und Gemüse sowie feinster Webkunst bewundern und erwerben. Der Markt reicht bis an die Kirche Santo Tomas und auch auf ihren Stufen werden noch Blumen feilgehalten. Denn im Inneren der Kirche werden die alten heiligen Stätten auch mit Blüten reichlich geschmückt und der Ort geehrt. 
Chichicastenango wurde von den Quiches gegründet. Hier wurde auch eine der bedeutendsten kulturgeschichtlichen Funde der Mayakultur gemacht: die religiöse Maya Inschrift Popol Vuh (Buch des Rates), in moderner Quiché-Schreibweise Poopol Wuuj. Es enthält den Schöpfungsmythos der Quiché Maya und beginnt mit der Erschafftung der Welt, Entstehung der Menschheit und bis hin zur Gründung und Geschichte des Quiché-Reiches. 

Marktszene in Chichicatenango

Wie immer hat mich der Markt am meisten beeindruckt - mit einer Fülle an Leben. Die überbordende Farbenvielfalt, die Blumen und die bunten Verkaufsstände - und vor allem die Lebendigkeit der Menschen in ihrer kunstvoll gewebten typischen Kleidung in den verschiedendsten 'Stammes-Mustern', denn jeder Clan hat seine eigenen uralten Webmuster.
Mein Tipp: Besuchen Sie eine der Webereien in San Juan La Laguna am Atitlán See. Die kleine Stadt der Künstler der Maya gehört zu den authentischen Sehenswürdigkeiten Guatemalas.
 

Xela - Quetzaltenango: Sehenswürdigkeiten Guatemalas auf der Hochebene der Maya

Die zweitgrößte Stadt Guatemalas, Quetzaltenango, liegt in einem Tal umgeben von Vulkanen und Mayadörfern. Hier herrscht das traditionelle Erbe der Maya ebenso wie kolonialistische Einflüsse und modernes Leben, hier ist eines der Zentren des Lebens der Ureinwohner Maya. Vor der Kolonisation war die Stadt Quetzaltenango eine Stadt der Mam Maya und wurde Xelaju genannt – ‚unter 10 Bergen’. Als die ersten Spanier ankamen war die Stadt bereits 300 Jahre alt. Von der Altstadt ist heute nicht mehr so viel zu sehen, da vor über 100 Jahren der Vulkan Santa Maria vieles zerstört hat. Dennoch hat die Stadt auf der Hochebene ihren eigenen Charme. Die Lage ist einzigartig für Wanderungen und Trekkings in die Berge, es bieten sich unzählige Wandermöglichkeiten. Von den Aussichtspunkten Cerro Zunil oder El Galapago hat man herrliche Ausblicke auf die Stadt und die umliegende Natur. In nahegelegenen heißen Quellen mit natürlichem mineralhaltigen Wasser kann man entspannen.

Las Cumbres: ein schöner Platz wurde auf dem Berggipfel der Stadt der Zunil erbaut. Über Thermalquellen gelegen werden hier die Quellen für Sauna und Jacuzzi Bäder genutzt. Diese natürlichen Reichtümer werden auch für die Gäste in einem Naturbad genutzt. Die traditionelle Konstruktion mit schönen rustikalen Details aus Stein und Holz verbreitet eine angenehme und gemütliche Atmosphäre, farbenprächtig sind die Mayatextilien aus verschiedenen Regionen Guatemalas, die die Räume schmücken. 

Unser Reisetipp: Erleben Sie die Highlights von Guatemala bei unserer Rundreise 
Guatemala Highlights - Alte Kulturstätten, Regenwald, Maya-Hochland


Kulturelles Erbe - das Herz des Maya Reiches

Die wohl bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Guatemalas, wenn nicht ganz Zentralamerikas, sind die uralten Tempel und Anlagen der Mayastädte aus der Zeit der Hochkultur. Die berühmtesten und am besten erhaltenen archäologischen Stätten der Maya Hochkultur befinden sich in Petén im Nationalpark Tikal.

Tikál

Der tropische Regenwald dieser Region mit seiner einzigartigen Vegetation ist wegen der großen Artenvielfalt als Maya Biosphärenreservat unter Schutz gestellt - jedenfalls ein großer Teil. Mitten darin befindet sich ein ungeheurer Reichtum historischer Gebäude und Anlagen, von denen erst ein kleiner Teil erschlossen ist und der noch viele Geheimnisse birgt.
Im Norden von Guatemala liegt das Herz des Maya-Landes. In dem alten Reich der Ureinwohner leben heute noch die Indigenen und sprechen ihre Sprachen: Lacandonen, Mopan, Ita, Q'eqchi. Die Stadt Flores auf einer Insel im See Petén-Itzá ist Ausgangspunkt nach Tikál. Das bisher wieder entdeckte Gebiet der Stadt Tikal ist ca so groß wie Madrid. Das gesamte Gebiet ist zum Weltnatur- und Weltkulturerbe erklärt worden und geschützt. Zahlreiche Tempel sind freigelegt - mehr als 3000 archäologische Gebäude und Skulpturen, Straßen und Plätze aus der Zeit der Klassik und Vorklassik. Weitere sehr bedeutende Stätten in Guatemala sind Aguateca, Uaxactún, Piedras Negras oder in den Nationalparks Yaxhá und El Mirador. Sie alle gehören zu den schönsten, geheimnisvollsten und bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Guatemalas.

Unser Reisetipp: sehen Sie bedeutendste Maya-Tempel, erleben Sie authentische Maya-Kultur und genießen Sie die schönsten Naturwunder: Reise nach Guatemala - Herz der Mayakultur


Tempel in Tikál und andere archälologischen Stätten Guatemalas

Karibik - Guatemala Sehenswürdigkeit - die Welt der Garifunas

Im Küstengebiet von Izabal befindet sich eine wichtige Sehenswürdigkeit Guatemalas: der Archäologische Park Quiriguá. Er ist seit 1981 Weltkulturerbe - ein sehr geschichtsträchtiger Ort mit den höchsten erhaltenen Stelen der Maya-Welt. Der Itzabal-See ist der größte See Guatemalas und geht in den Rio Dulce über, der bei Livingston in die Karibik mündet. Die Stadt war und ist wichtige Handelsstadt und nur per Boot erreichbar. Zahlreiche Biotope liegen an den Ufern des wunderbaren Rio Dulce, verschiedene Maya Ureinwohner leben in den Wäldern und am Fluss-Ufer. Der Playa Blanca mit seinem weißen Sand unter Palmen ist ein Paradies mit kristallklarem Wasser in der Nähe von Livingston und ist die Heimat der Garifuna. Sie sind Nachfahren der Kariben, Awawak und westafrikanischer Menschen, die einst als Sklaven in die Karibik gelangt sind. Ihre verschiedenen Traditionen finden sich in ihrer Musik, ihren Tänzen und ihrer Religion. Und sie sprechen ihre eigene Sprache - Garifuna. 

Siedlung am Rio Dulce

Garifuna Laden in Livingston

Naturparadies Guatemala - Sehenswürdigkeiten der Vielfalt

Alta Verapas ist die artenreichste Region Guatemalas, Hauptstadt ist Cobán. In der Karstlandschaft mit vielen Höhlen (Cenotes), Wasserfällen, Lagunen und Flüssen kann man herrlich wandern, klettern, baden und Kanu fahren. Viele der Höhlen sind für die Maya heilige Orte. So sind die weit verzweigten Höhlen und Grotten mit natürlichen Kuppeldecken von Lanquin in der Maya-Kultur das "Herz des Himmels" an dem das "Geheimnis der Zeitalter" versteckt ist. Semuc Champey (Q'eqchi: verbergen - tief - Stein) ist eine Kalksteinbrücke über 300 m unter der der Fluss Cahabón fließt und in einer Höhle den Stein auswäscht. Sieben flache Pools haben sich dadurch in einer Schlucht gebildet, Felsen lagern sich dort ab und das Wasser schimmert oft in tiefem Türkis. Die Höhlen von Candelaria sind eine weitere Guatemala Sehenswürdigkeit und heilige Stätte der Maya. Die "Vereinigung der Maya Q'eqchi" erschließt die Höhlen für einen sanften Tourismus und schützt und erhält auf diese Weise auch das Erbe der Mayas. 
 Im dichten tropischen Regenwald ist der Nationalvogel Guatemalas im Quetzal Biotop Mario Dary Rivery geschützt. 

Guatemala hat ein Küstengebiet am Pazifischen Ozean, Monterrico ist nicht nur Badeort am Pazifik sondern hat auch einen Nationalpark, der vor allem den Lebensraum für die Lederschildkröte schützt, die jedes Jahr hier an Land ihre Eier im schwarzen Sand des Vulkangesteins ablegt. In einem der Fischerdörfer an Guatemalas Pazifikküste genießt man Strandurlaub, kann Schildkröten beobachten, zu einer Walbeobachtungstour aufbrechen (Dezember bis April), surfen und wandern.

Guatemala befindet sich auf einer Vulkan-Kette von insgesamt 34 aktiven Vulkanen! Einer der bekanntesten ist der Pacaya, wohl einer der schönsten der Fuego. Letzterer brach 2018 aus und forderte in Guatemala viele Menschenleben und zerstörte Dörfer, die er unter Lava und Ascheregen begrub! Auch der Pacaya, beliebtes touristisches Ausflugsziel, brach kurz aus, jedoch nicht so heftig. Am Pacaya sindn ständig kleine Lavaströme zu beobachten. 2009 stand ich selbst am Hang des Pacaya im schwarzen Lavageröll, auf dem selbst die Maultiere nicht mehr laufen konnten, auf denen wir bis zu den Lavafeldern unter dem Gipfel geritten waren. Jetzt sind die Vulkane wieder ruhig. Guatemala - Land der Vulkane... Die Lavaerde ist sehr fruchtbar. Mais und Kaffee gedeihen hier im tropischen Klima besonders gut. 

Alle Fotos: Gudrun Wippel

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