Nachhaltig reisen mit Kia Ora - Nachhaltigkeit bei Fernreisen

Mongolei, Kanada und Nepal - nachhaltig bereisen? Das sind Fernreisen und eine Anreise erfolgt meistens mit dem Flugzeug. Das wirft Bedenken auf - verständlich. Wir bieten Möglichkeiten an, die Fernreisen ohne schlechtes Gewissen erlauben. Dafür haben wir ein Nachhaltigkeitskonzept, das Fernreisen erst ab einer Dauer von 15 Tagen erlaubt. Die meisten unserer Reisen dauern sogar 3 Wochen. Das macht Sinn - auch der Erholungswert ist viel größer bei einer längeren Reise und der Erlebniswert ist ebenfalls garantiert bei einer längeren Reise. 

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Quelle in der Gobi - Sensible Ökosysteme in der Wüste Gobi Mongolei
Quelle in der Gobi - Sensible Ökosysteme in der Wüste Gobi Mongolei

Kia Ora steht für nachhaltiges Reisen

Verzichten sollten wir keinesfalls auf Reisen in ferne Länder. Denn mit den Reisen unterstützen wir die Menschen vor Ort. Fernreisen verschönern und verbessern Ihr Leben ebenso wie das der Menschen in unseren Reiseländern. 
Unsere Reisen führen in weite freie Landschaften, in die pure Natur, Sie erleben unzerstörte Natur und Reiseziele mit Nachhaltigkeits-Anspruch. Overtourism - überfüllte Reiseziele gehören nicht in unser Nachhaltigkeits-Konzept.

Für Flugreisen empfehlen wir Ihnen, Ihre Flüge mit atmosfair zu kompensieren. Für unsere Mongoleireisen übernehmen wir, Kia Ora Reisen, 25% der Flugkompensation für Sie!

Für Reisen an den Baikalsee und in die Mongolei empfehle ich Ihnen die Anreise mit der Transsibirischen Eisenbahn. Eine An- oder Abreise mit der Bahn ist selbst ein großartiger Bestandteil der Reise, denn Sie reisen langsam, erleben die Entfernung, haben Zeit sich Ihrem Reiseziel langsam zu nähern. Sie reisen durch 5 Zeitzonen der Erde, fahren durch berühmte Russische Städte, über den Ural - der Grenze zwischen Europa und Asien und überqueren große sibirische Flüsse. Unterwegs lernen Sie sicher interessante Mitreisende aus aller Welt kennen. Die Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn ist entschleunigend und Sie kommen bereits entspannt an ihrem Reiseziel an. 

Die Reisedauer ist für Fernreisen mit Kia Ora ein besonderes Kriterium: In der Regel dauern unsere Reisen länger als 15 Tage. Unsere beliebtesten Reisen dauern mindestens 3 Wochen. Ihr Vorteil bei längerer Reisedauer ist: Sie reisen langsam, Langsamreisen gibt Ihnen Zeit und Raum für tiefgründiges Erleben. Kommen Sie im Reiseland an, akklimatisieren Sie sich in Ihrer Reiseregion und starten Sie erholt in intensive Reiseerlebnisse.
Es ist erwiesen, dass die Erholung nach ca 1 Woche einsetzt und je länger eine Reise, desto mehr Erholung erfahren Sie. Langsam reisen heißt mehr erleben, nehmen Sie sich die Zeit um umweltfreundlicher und intensiver zu reisen. Es gibt so viel zu entdecken! 

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Tee trinken auf Russische Art in der Transsibirischen Eisenbahn
Tee trinken auf Russische Art in der Transsibirischen Eisenbahn

Thema Wasser - der Wassererbrauch ist im Tourismussektor weltweit enorm hoch!

Wir reisen bei allen Kia Ora Reisen Ressourcen sparend. Auch unsere Partner achten darauf bzw. ist es für sie selbstverständlich, achtsam mit Wasser umzugehen. Denn "Wasser ist Leben" - und es ist kostbar.

In der Mongolei wird das Wasser gekocht, wir nehmen nach Möglichkeit keine Plastikflaschen. Gleiches gilt bei unseren Reisen und Wüstentrekkings Marokko!
Wir gehen sparsam mit Wasser um. Sie übernachten bei vielen Reisen in Ger-Camps, wo meistens Wasser nicht unbegrenzt zur Verfügung steht. Bei Zelt-Übernachtungen und in Gastfamilien in der Mongolei, Marokko, Kirgistan, Nepal und Kanada ist es selbstverständlich für uns und unsere Guides mit Wasser achtsam umzugehen und es nicht zu verschwenden. 

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Oase in Marokko Sahara - Wasser ist Leben
Oase in Marokko Sahara - Wasser ist Leben

Zum Vergleich:

„Der direkte Wasserverbrauch im Tourismus liegt bei bis zu 2.425 Litern pro Person und Übernachtung. Er umfasst den persönlichen Wasserbedarf fürs Duschen und die Toilette, sowie Swimmingpools, die Zimmerreinigung, die Bewässerung von Grünanlagen, etc."

Thomas Hawk (2016): Somewhere in April Time (CC BY-NC 2.0)
mehr erfahren: Tourismus und Wasserknappheit

 

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Natürliche Quelle in der Gobi Mongolei
Natürliche Quelle in der Gobi Mongolei

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Die mongolische Gobi - Nomaden kennen die Brunnen
Die mongolische Gobi - Nomaden kennen die Brunnen

Unterwegs in der Mongolei - Wasser ist ein Thema

Übernachtungen bei Nomadenfamilien bedeuten, dass wir alle mit Wasser genauso achtsam umgehen wie die Nomaden selbst. Nomaden wissen wo es Wasser gibt. Unterirdische Quellen oder Wasserstellen werden sehr behütet und gepflegt. Die Geister des Ortes werden geehrt und man bedankt sich. Oft wachsen in der Nähe von Quellen Birken und man sieht blaue Khadaks im Wind flattern und leuchten wie der blaue Himmel. Khadaks sind heilige "Schals", die eine tiefe spirituelle Bedeutung haben. Man ehrt damit die Geister eines Ortes, die Götter, Lamas, Schamanen... 
Nomaden auf der ganzen Welt wissen: "Wasser ist Leben". Man nimmt nur soviel man für sich und das Vieh benötigt und geht sparsam damit um. Bei meiner ersten Mongolei-Reise war das Familienoberhaupt unserer gastgebenden Nomadenfamilie 2 Tage unterwegs um einzukaufen und brachte auf dem Rückweg Wasser von der Quelle mit. Wunderbares klares kühles Wasser. Er bastelte uns aus einer in den Boden gerammten Stange und einer Plastikflasche eine "Dusche" - oder Waschgelegenheit. Jeden Morgen und Abend füllte er Wasser in die Flasche, so dass wir uns waschen und die Zähne putzen konnten. Das war richtig gut.

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Wasser ist Leben - Nomade schöpft Wasser in der Gobi Mongolei
Wasser ist Leben - Nomade schöpft Wasser in der Gobi Mongolei

Unterwegs in Marokko - Brunnen, Seen und Flüsse

Die "zeitweiligen" Flüsse im Süden Marokkos sind vom Regen abhängig. Wenn es viel regnet, können sie schon mal über die Ufer treten und in rasendem Tempo die steilen Täler im Atlasgebirge herunterschießen. Tagelang können dann die Straßen gesperrt sein, weil Geröll- und Schlammmassen sie versperren. Obwohl sofort Maschinen eingesetzt werden um die Straßen zu befreien, sammelt sich doch auch eine Menge Schlamm und Geröll ganz unten in den Tälern an - kein Durchkommen, oder nur für Mutige - solange der Schlamm nicht getrocknet ist und mit der Planierraupe beiseite geschoben wird. Wir sahen die Spuren eines solchen Ereignisses im Atlasgebirge eine Woche nach dem starken Regen. In der Todra-Schlucht gar war es ganz frisch, dort führte der Fluss noch immer Hochwasser und in der Nacht regnete es in den Bergen erneut, so dass der Fluss um 2 m anstieg. Zum Glück übernachteten wir damals in einem schönen Riad, so dass wir den tobenden Fluss aus sicherer Entfernung vom Fenster aus beobachten konnten.

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Palmen Oase in Marokko - der Süden mit alten Kasbahs und marokkanischen Städten
Palmen Oase in Marokko - der Süden mit alten Kasbahs und marokkanischen Städten

Normalerweise ist im Süden von Marokko aber wenig Wasser vorhanden. Die Flüsse sind im Sommer trocken, Wasser wird sehr genau eingeteilt um die Palmerien und Felder zu bewässern, es gibt sogar ausgeklügelte Bewässerungssysteme! Wie wertvoll das Wasser ist, zeigt uns das Quellenmuseum in der Nähe von Tinjdad. Zaid Abbou kämpfte Jahrzehnte lang um die reine Quelle, die er aus seiner Kindheit kannte, wieder unter Sand und Müll auszugraben und zu erreichen, dass man sie schützte. Eine wundervolle Quelle - ein artesischer Brunnen - die mitten in der Wüste an mehreren Stellen aus dem Boden quillt. Heute hat Zaid Abbou daraus ein wahrhaft erstaunliches Museum errichtet und erzählt jedem Besucher die spannende Geschichte des Musée des Sources de Lalla Mimouna.

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Quellen Museum Sahara Marokko
Quellen Museum Sahara Marokko

Weiter Richtung Zagora gibt es eine Region mit Feldbau für Gemüse und Henna. Hier sind die Bewässerungssysteme im Einsatz. Wir waren neugierig und schauten sie uns näher an - die Arbeiter hatten gerade Mittagspause und luden uns sofort ein. Sie teilten mit uns Tee, Trauben, Brot und Datteln. Und als Geschenk überreichten sie uns jedem einen frisch gepflückten Granatapfel!

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Bewässerte Felder im Dorfprojekt Tafraout Marokko
Bewässerte Felder im Dorfprojekt Tafraout Marokko

Die Brunnen der Nomaden werden mit Hilfe unseres Tourismus-Partners angelegt. Mit Geld aus Spenden für das Projekt graben und befestigen die Nomaden Brunnen, die sie und ihre Tiere so dringend benötigen. Wir haben sehr viel Respekt erlangt auf dieser Reise - vor dem Wert des Wassers und den Menschen der Wüste. Respekt vor den Berbern und Tuareg.
Idrir, Berber-Nomade, der uns mit seinen Kamelen durch die Sahara führt, verrät uns unterwegs viele Geheimnisse der Wüste. In einem Tal, in dem wir auf einem uralten Nomaden-Pfad wandern und in dem Akazien gedeihen, zeigt Idrir auf eine kleine Wasserstelle - dies sei nach der Regenzeit ein großer See, in dem die Nomaden baden. Wir können es kaum glauben. Einige Kilometer weiter besuchen wir eine Nomadenfamilie. Die Frau kommt gerade mit ihren Kindern aus dem Tal vom Wasserholen. Sie schleppt einen Kanister, die Kinder jeweils eine Kanne - der Wasservorrat für den ganzen Tag! 
 

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Brunnen in der Sahara - Wasserquelle für die Berber Nomaden
Brunnen in der Sahara - Wasserquelle für die Berber Nomaden

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Marokko Quellenmuseum Tinjdad - Wasser-Uhr traditionell
Marokko Quellenmuseum Tinjdad - Wasser-Uhr traditionell

Wasser für Palmerien und Felder wurde traditionell schon in alten Zeiten in Marokko mit Hilfe einer solchen Wasser-Uhr zugeteilt.


Beispiel Wasserverbrauch und Verantwortlicher Tourismus in Indien

Sumesh M., ein Forscher und Förderer des nachhaltigen Tourismus, ist auch einer unserer Partner in Indien. Aus seinen Erfahrungen mit den lokalen Gemeinschaften der Adivasi an verschiedenen Orten ließ er sich inspirieren, sich mit dem Tourismus und seinen Auswirkungen auf den Lebensunterhalt der Menschen zu befassen. 
In einem Vortrag führte er aus wie hoch der Wasserverbrauch pro Person pro Tag im Tourismus und vergleichsweise pro Person in den indigenen Gemeinschaften ist:

  • 14 l Wasser stehen pro Tag pro Person in durchschnittlich in indigenen Gemeinschaften Indiens, Adivasi, zur Verfügung bzw. werden verbraucht
  • 1785 l Wasser pro Tag pro Person in einem touristischen Hotel!

Daher ist Mitbestimmung der Adivasi wichtig und Sumesh M. arbeitet direkt mit den indigenen Gemeinden zusammen.
Bei unserer Tribal Tour besuchen Sie die Adivasi in Indien, eine Reise von Yangla, Nana Ziesche.

Umwelt und Soziale Projekte bei Kia Ora Reisen und unseren Partnern

Unsere Partner in der Mongolei, in Marokko, in Nepal haben eigene Umwelt- und soziale Organisationen und Projekte, die sie mit viel Arbeitseinsatz und auch finanziell unterstützen.

z.B. Marokko - Frauenkooperative, in der die Frauen nähen lernen, Teppiche knüpfen und sich selbst versorgen. Dazu gehört auch ein Wasserprojekt, es werden Brunnen für die Nomaden in der Wüste gebaut, Brunnen, die Sinn machen und Zugang zu sauberem Wasser bedeuten. Ebenso wurde ein Schulprojekt realisiert - eine Nomadenschule an sinnvoller Stelle wurde eingerichtet und in Betrieb genommen. Die Nomadenschule wird kontinuierlich unterstützt. Ein Bewässerungsprojekt in einem Sahara-Dorf ermöglicht es den Berbern die dort siedeln erfolgreich Dattelpalmen, Henna, Auberginen, Melonen und andere Früchte anzubauen.

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Frauenkooperative in Marokko Weben
Frauenkooperative in Marokko Weben


z.B. Mongolei - Unterstützung eines Straßenkinderprojektes und "No Limits Coffee Shop", der von Erwachsenen mit Down-Syndrom betrieben wird. Durch die direkte Zusammenarbeit mit Nomadenfamilien, Viehzüchtern der Mongolei, in touristischen Begegnungen werden die Nomaden unterstützt, haben volles Mitbestimmungsrecht bei der Umsetzung von tourstischen Aktivitäten und bewahren ihre Tradition und eine gesunde Natur. Landnahme durch touristische Einrichtungen wie Touristencamps wird verhindert.
 

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Workshop für Viehzüchter - Nomaden der Mongolei und Tourismus
Workshop für Viehzüchter - Nomaden der Mongolei und Tourismus

z.B. Nepal - Women Empowerment Project mit dem Ziel, die soziale und wirtschaftliche Situation von Frauen in ländlichen Gebieten zu verbessern, in denen die traditionelle Einstellung weiterhin stark ist. Es ist wichtig, die Beteiligung von Frauen an wirtschaftlichen Aktivitäten zu verbessern, um fortschrittlichere soziale Bedingungen in Nepal zu schaffen. Weiterhin mehrere Schulprojekte, Gesundheitsprojekte (wie zahnarztliche Behandlungen im ländlichen Bereich). Landwirtschaftlicher Bereich: Bau einer Straße zu den abgelegenen Dörfern, damit die Bauern Gemüse, das sie nicht selbst verbrauchen, verkaufen können. So wird das Gemüse mit dem LKW abgeholt und transportiert und die Bauern können es auf dem Markt verkaufen.

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Frauenkooperative in Nepal - Women Empowerment
Frauenkooperative in Nepal - Women Empowerment

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