Maya

Die Maya sind Guatemalas Ureinwohner, Indigene Mittelamerikas. Das Herz der Maya-Kultur ist in Guatemala.  Auch in Mexiko leben die Indigenen Maya-Völker, die zum großen Teil bis heute ihre eigenen Sprachen sprechen. Die Maya sind eigentlich eine Gruppe mehrerer Indigener Völker. Einst bildeten sie eine mächtige Hochkultur im Hochland Mittelamerikas (Chiapas und Guatemala) und im Tiefland (Yucatan, Petén, Belize).

Heute leben ca 6,1 Millionen Maya in Mexiko (Halbinsel Yucatán, Chiapas und Tabasco) sowie in Belize, in Guatemala, in Honduras und in El Salvador. Durch den Bürgerkrieg in Guatemala waren ca. 12.000 Kekchí nach EL Salvador geflohen und haben sich dort angesiedelt. Eine noch kleinere Gruppe Kekchí lebt in Honduras, wie ca. 4.000 Chortí im Wesentlichen im Gebiet um Copán.

In Guatemala sind heute ca 40 Prozent (ca. 5 Mio. Menschen) der Gesamtbevölkerung Maya, in Belize sind es ca zehn Prozent, darunter Lacandonen, Kekchí und Mopan. In Mexiko zählen die Mayathan (etwa 800.000 Angehörige), Tzeltal (etwa 470.000 Angehörige) und Tzotzil (etwa 430.000 Angehörige) zu den größeren Maya-Völkern.

In Mexiko, Chiapas, leben die Lacandon-Maya noch am weitesten traditionell.

(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Maya#Hintergrund)
 

Eine besondere Situation besteht bei den von den Zapatistas kontrollierten Dörfern der Maya im mexikanischen Bundesstaat Chiapas, die in den letzten Jahren eine weitgehende Autonomie gewonnen haben und sich selbst verwalten. Dort leben vor allem Mayas vom Stamm der Tzotzil. Die Hauptstadt dieses Stammes ist Chamula.

(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Maya#Hintergrund)

Die Maya pflegen auch in Guatemala heute ihre Sprachen, ihre Bräuche und ihre Religion. Der Maya-Kalender hat wieder an Bedeutung gewonnen, altes Wissen wurde bewahrt und wird wieder genutzt, so auch der Maya-Kalender obwohl er lange Zeit als verschwunden galt. Die Ältesten der Dörfer, die Heiler oder Schamanen, üben die Rituale aus, die Götter und Geister verehren und den Kontakt zwischen beiden Welten herstellen.

Natürlich ist das alte Wissen über Landwirtschaft, tradtionellen Anbau von Feldfrüchten und Bodennutzung von großer Wichtigkeit. Mais, Bohnen und Kürbis werden angebaut und bilden eine bedeutende Lebensgrundlage der Maya.
Webkunst und Malerei, Musik und Handwerkskünste sind lebendig - die einst so reiche Mayakultur - sie lebt. Am Atitlán-See zum Beispiel haben wir Dörfer besucht, wo in Frauenkooperativen die Webkunst ausgeübt wird, und auf traditionelle Weise Pflanzen zum Färben der Fasern angebaut und genutzt werden.
Malerei findet vielfältige Ausdrucksweise - ob in den berühmten Wandmalereien oder in farbenfrohen Bildern - und zeigt Szenen aus dem Leben der Maya.

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