Miskito / Misquito

Miskitos - die Ureinwohner Nicaraguas an der Atlantikküste. Sie sind ein indigenes Volk, das heute vor allem an der Atlantikküste im Grenzgebiet von Nicaragua und Honduras lebt. In Nicaragua leben ungefähr 100.000 Personen dieses Volkes - vor allem an der Nördlichen Atlantikküste Nicaraguas, auch Miskitoküste genannt. Das autonome Gebiet mit der Hauptstadt Bilwi (Puerto Cabezas) und der Stadt Waspán am Fluss Wangki (Río Coco) befindet sich im Norden in und  in der Nähe des Bosawas Nationlparks. In Honduras leben heute etwa 25.000 Miskitos.
Die Miskitos sind keine Nomaden sondern sesshaft. Sie kommen öfter in die Stadt Wiwili im Norden Nicaraguas, in erster Linie um Gold zu verkaufen und einzukaufen. Außerdem kommen insbesondere die schwangeren Frauen nach Wiwili, um im Wöchnerinnenhaus, das dem Krankenhaus angegliedert ist, die Zeit vor der Niederkunft zu verbringen. Falls sie nicht am Ufer des Rio Coco zelten, können sie auch in einer Art Gästehaus in der Stadt übernachten.
Obwohl es im Miskitogebiet öffentliche Schulen gibt, können die meisten Frauen ab einem bestimmten Alter weder Spanisch noch lesen und schreiben und sprechen nur Miskito.
Viele Miskitos aus dem Rio Coco Gebiet wurden während des Contrakrieges aus Sicherheitsgründen bis nach Matagalpa umgesiedelt, ein Großteil davon kehrte nach dem Contrakrieg zurück in die ursprünglichen Gemeinden.
In Wiwili sind die Miskitos eigentlich nicht so beliebt bei den meisten Einwohnern, weil sie eine Art Subsistenzwirtschaft betreiben und alle Versuche, sich um eine bessere Lebenmittelversorgung zu kümmern gescheitert sind. Über die Welthungerhilfe werden sie immer wieder mit Hilfsgütern versorgt. 
Eigentlich gibt es bei den Ureinwohnern keinen territorialen Privatbesitz, aber dennoch haben in den letzten Jahren immer wieder Häuptlinge Land an Landsuchende verkauft. Diese werden von den meisten Indigenas als Eindringlinge bezeichnet und es kommt immer wieder zu Konflikten.

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