Ecuador

In den Anden, Ecuador

Bienvenidos! Willkommen in Ecuador, einem der kleinsten Länder Südamerikas. Ecuador hat wegen seiner privilegierten Lage am Äquator eine enorme und spektakuläre Artenvielfalt – Ecuador gilt als das artenreichste Land der Erde.
Von Traumständen an der Pazifikküste bis zu den schneebedeckten Vulkanen in den Anden, hier ist fast jede erdenkliche Landschaftsform zu finden. Reiche kulturelle Schätze wie die Inka Ruinen von Ingapirca und die prächtigen Kolonialbauten und Kirchen, in denen als Weltkulturerbe ausgezeichneten Städten Quito und Cuenca kann der Reisende bewundern. Der Zugang zu dem größten Regenwald der Erde, dem Amazonas und die berühmten Galapagosinseln machen Ecuador einzigartig. In Ecuador sehen und erkunden Sie das Erbe uralter indianischer Kulturen und sind bei Indigenen Menschen zu Gast, die Ihnen ihre Kultur näherbringen möchten. Indigene Bevölkerungsgruppen und Nachfahren der Indianischen Bevölkerung bilden in Ecuador den größten Anteil der Einwohner. Im Yasuní Nationalpark leben mindestens 3 indigene Gemeinschaften in freiwilliger Isolation.

Das vom Äquator durchquerte Land lässt sich in vier völlig unterschiedliche geographische Zonen aufteilen:

  • der westliche Küstenbereich (Costa) besteht aus Schwemmland und einem niedrigen Küstengebirge und wird durch den Río Guayas dominiert
  • die zentrale Andenregion (Sierra) umfasst zwei von starkem Vulkanismus geprägte Gebirgsketten und das Hochtal dazwischen
  • das östliche Amazonas-Tiefland (Oriente) beginnt an den Osthängen der Anden und umfasst das dünn besiedelte Amazonasbecken
  • die Galápagos-Inseln liegen 1000 km vor der Küste im Pazifik.
Flora und Fauna: 

Ecuador gilt als das artenreichste Land der Erde. Im Verhältnis zur Landesgröße existieren extrem viele Arten. Grund dafür sind die geologischen Gegebenheiten und die Meeresströmungen. Die Anden trennen das Land in verschiedene Vegetationszonen und Zonen der Fauna. Zusammen mit Kolumbien ist Ecuador das einzige Land in Südamerika, das auch tropischen Regenwald an der Pazifikküste hat, die pazifischen Wälder gehören zur Faunenregion des Chocò, dessen Zentrum in Kolumbien liegt. Pflanzen und Tiere im Chocò unterscheiden sich grundlegend von denen der amazonischen Region. So lebt der große mittelamerikanische oder Bairds-Tapir (bis 300 kg) nur auf der Pazifikseite der Anden. Auch sonst ist die Fauna und Flora im Chocò eher mit Mittelamerika verwandt, weniger mit Amazonien. Von den Schlangenarten lebt z. B. die Büschelbrauen-Otter (Bothriechis schlegeli) nur auf der Pazifikseite.
Oberhalb der Wälder findet sich in den Bergen eine spezielle Zone, die sich Paramo nennt. Deren Charakterpflanze sind Riesen-Kreuzkräuter (Espeletia) die lokal "Frailejones" genannt werden. Diese Pflanze hat einen palmenartigen Wuchs und wird bis zu 4 Meter hoch. Im Paramo kann es schneien und in der Nacht fallen die Temperaturen immer unter null Grad, bei warmen Wetter steigen die Temperaturen auf 15 Grad. Hier ist die Heimat des seltenen Bergtapirs (Tapirus pinchaque), dessen Weltbestand unter 1.000 Individuen gefallen sein soll; er ist damit seltener als der chinesische Pandabär. Der Bergtapir ist das "Flaggschiff" des Naturschutzes im kontinentalen Ecuador. Daneben finden sich Kondore, Pumas und Brillenbären. Vom Kondor, dem nach dem Albatros zweitgrößten flugfähigen Vogel der Erde, sollen noch an die 100 Exemplare in Ecuador leben. In den tiefen Andentälern und in südlichen Küstenprovinzen kommen vor allem Dornbusch- und Trockenvegetation vor. Typische Tiere dieser Zonen sind Nasenbär, Ozelot und Hirscharten. Die Fauna und Flora im Oriente, dem amazonischen Teil Ecuadors, unterscheidet sich nicht grundsätzlich von den Lebewesen in den Urwäldern Perus und Brasiliens. Dort findet sich als dritte Tapirart der Flachland-Tapir. Es sollen auch an die 100 Jaguare existieren, und in den Flüssen leben die endemischen rosa Süßwasser-Delfine. Das seltene Riesen-Gürteltier wird von den indigenen Urwaldbewohnern gejagt, deren Hauptbeute sind allerdings die größeren Affen, wie Brüll- und Klammeraffe.

Die Tierwelt der Galapagos-Inseln ist dagegen artenarm (ein typisches Insel-Phänomen). Dagegen sind die Individuenzahlen der wenigen Arten hoch. Meerechsen, Landleguane und Riesenschildkröten finden sich auf gewissen Inseln starken Populationen.

Zahlreiche Biosphärenreservate und Nationalparks in Ecuador schützen die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt.

Klima: 

Das Klima Ecuadors ist sehr vielfältig. Es wird geprägt durch starke regionale Temperaturunterschiede aufgrund unterschiedlicher Höhenlagen (0 bis über 6000 m). Zum anderen sind die Niederschlagsmengen sehr verschieden, bedingt durch Unterschiede in der Topographie sowie durch den Humboldtstrom. Aufgrund der Äquatornähe ist die Temperaturverteilung über das Jahr relativ gleichmäßig. Besonders in der Sierra gibt es ausgeprägte Tages-Nacht-Temperaturschwankungen. Selbst innerhalb kurzer Entfernungen treten deutliche klimatische Unterschiede auf. So ist der Norden der Stadt Quito wesentlich wärmer und trockener als der Süden. Der Gipfel des Illiniza Sur ist vergletschert, während der benachbarte und praktisch gleich hohe Illiniza Norte meistens schneefrei ist. Entlang des Höhenprofils wird in Ecuador zwischen Tierra Caliente (bis 1000 m), Tierra Templada (bis 2000 m), Tierra Fría (bis 3000 m), Tierra Helada (bis 4800 m) und Tierra Nevada (darüber) unterschieden. Innerhalb der ersten drei dieser Höhensektoren (bis 3000 m) unterscheidet sich das Klima durch sehr die Niederschlagsmengen, darüber sind alle Regionen niederschlagsreich. In der nördlichen Küstenregion mit tropischem Monsunklima gibt es eine ausgeprägte Regenzeit von Januar bis Mai. Im Andenhochland gibt es keine ausgeprägte Regenzeit, allerdings gelten die Monate von November bis Mai als die regenreicheren. Die Regenzeiten werden, trotz im Mittel leicht überdurchschnittlicher Temperatur, „Winter“ und die Trockenzeiten „Sommer“ genannt. Im südlichen Küstenstreifen sind Niederschlagsmengen von weniger als 250 mm pro Jahr vorzufinden. An den Andenwesthängen der Costa kommen bis zu 5000 mm, an den Osthängen des Oriente sogar bis über 6000 mm Niederschlag vor. In der Sierra bekommen die Talkessel lediglich 250–500 mm Niederschlag im Jahr, während Höhenlagen oft auf über 2000 mm kommen. Außer in extremen Höhen über 4800 m fällt der Niederschlag praktisch immer als Regen oder Hagel.

Beste Reisezeit für Ecuador

Am Äquator gelegen und mit derart vielen Klimaausprägungen, stellt Ecuador ganzjährig ein interessantes Reiseziel dar. Touristische Hochsaison herrscht in großen Teilen Ecuadors von Januar bis Februar und von Juli bis August. Die besten Reisezeiten in Ecuador orientieren sich an den Trockenzeiten. Jedoch muss man bedenken, dass es im tropischen Tiefland ganzjährig regnet, "Trockenzeiten" gibt es hier nicht, nur Zeiten mit weniger Regen.

Die besten Reisezeit für die einzelnen Regionen Ecuadors sind an der Küste und im westlichen Landesteil zwischen Mai und Dezember im zentralen hochgelegenen Landesteil (u.a. mit Quito) zwischen Juni und September im östlichen Regenwaldgebiet zwischen September und Dezember.

Auf den Galapagos-Inseln können das ganze Jahr verschiedene Tierarten beobachtet werden. Die beste Reisezeit liegt jedoch zwischen Januar und Juni. In dieser Zeit ist auch das Wasser am wärmsten.
An der Küste des Festlandes ist das Wasser im Juli und August recht kühl, dies ist aber die ideale Zeit für Walbeobachtungen.
Im Amazonasgebiet können heftige Regenfälle von Juni bis August das Fortkommen erschweren, während Ausflüge ins Gebirge am sinnvollsten in dieser Zeit eingeplant werden.

Unterhalb von 1.500 m Höhe (auch an den Küsten, eine Ausnahme ist die Hafenstadt Guayaquil ) besteht in Ecuador ganzjährig ein geringes Malaria-Risiko. Neben Guayaquil gelten Quito, das Hochland und die Galapagosinseln als malariafrei. 

Bevölkerung: 

In Ecuador leben sehr unterschiedliche Bevölkerungsgruppen. Wie in den anderen Andenstaaten ist der Anteil der indigenen Bevölkerung sehr hoch, z.B. Achuar im Amazonasregenwald. Das lässt sich zum einen durch die dichte Besiedlung durch indigene Bevölkerungen unter der Herrschaft der Inka erklären. Andererseits wanderten nach Ecuador nur Spanier, aber kaum andere Europäer ein – anders als etwa in Argentinien, Uruguay, Brasilien oder Chile.

Landessprachen: 

Die Amtssprache in Ecuador ist Spanisch. Und auch die zweite Amtssprache Kichwa (auch Quichua) mit etwa zwei Millionen Sprechern hat große Bedeutung, vor allem in der Sierra. Kichwa ist eine Gruppe regionaler Sprachen des Quechua, der Lingua franca der Inkas, den diese nach der Eroberung der Region im 15. Jahrhundert eingeführt haben. Daneben werden in der nördlichen Costa und im Oriente auch einige lokale indigene Sprachen und Dialekte gesprochen. Von diesen ist das im südlichen Oriente gesprochene Shuar mit etwa 100.000 Sprechern am weitesten verbreitet. Wenige Menschen sprechen noch Barbacoa-Sprachen. In Ecuador werden insgesamt 23 verschiedene Sprachen und Idiome gesprochen.

Geld/Zahlungsmittel: 

USD und einheimische Centavos

Gesundheit / Medizinische Hinweise: 

Aktuelle medizinische Hinweise

Zika-Virus-Infektion


Gemäß der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird Ecuador mit einer möglichen Übertragbarkeit von Zika-Viren klassifiziert, d.h. Kategorie 1 bzw. 2 der aktuellen WHO-Einteilung, auch wenn u.U. aktuell keine neuen Erkrankungsfälle dokumentiert werden.
Das Übertragungsrisiko kann dabei sowohl regional als auch saisonal erheblich variieren.
In Anlehnung an die derzeitigen WHO-Empfehlungen empfiehlt das Auswärtige Amt daher Schwangeren und Frauen, die schwanger werden wollen, von vermeidbaren Reisen in Regionen der o.g. WHO-Kategorie 1 oder 2 abzusehen, da ein Risiko frühkindlicher Fehlbildungen bei einer Infektion der Frau gegeben ist.
Weitere Informationen zur Zika-Virus-Infektion und deren Prävention finden Sie im mit der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e.V. (DTG) sowie dem Robert Koch-Institut (RKI) abgestimmten Merkblatt Zika-Virus des Gesundheitsdienstes.

(Auswärtiges Amt)

 

Impfschutz
Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden ab dem vollendeten 12. Lebensmonat bei Einreise aus einem Gelbfieberinfektionsgebiet (siehe www.who.int) gefordert.
Bei der direkten Einreise aus Deutschland wird kein Nachweis einer Gelbfieberimpfung verlangt. Für Reisen in die ausgewiesenen Gelbfieberinfektionsgebiete Ecuadors, insbesondere die östlichen Landesteile (Orellana, Morona, Napo, Pastaza, Sucumbíos und Zamora) wird allen Reisenden ab dem vollendeten 12. Lebensmonat eine Impfung dringend empfohlen.
Kein Übertragungsrisiko besteht in Quito, Guayaquil und auf den Galapagos Inseln.
Aus Ecuador kommend kann die Impfung bei Weiterreise in ein Drittland verlangt werden (z. B. bei Weiterreise nach Costa Rica).
Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen, siehe www.rki.de.
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Mumps, Masern Röteln (MMR) sowie Influenza und Pneumokokken.
Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut und Typhus empfohlen.

Chikungunya
Ausgehend von der Antillen-Insel St. Martin im Januar 2014 treten Chikungunya-Virusinfektionen in Ecuador immer wieder auf. Chikungunya zeigt ähnliche Symptome wie Dengue-Fieber (s. u.) und wird ebenfalls über Aedes-Mücken übertragen, so dass in jedem Fall die u.g. persönlichen Mückenschutzmaßnahmen beachtet werden sollten. Siehe auch Merkblatt Chikungunya.

(Auswärtiges Amt)

Dengue-Fieber
Dengue wird in weiten Teilen des Landes durch den Stich der tagaktiven Mücke Aedes aegypti übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag und ausgeprägten Gliederschmerzen einher.
In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung zum Teil schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Diese sind jedoch bei Reisenden insgesamt extrem selten.
Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in der konsequenten Anwendung persönlicher Maßnahmen zur Minimierung von Mückenstichen (s. u.).

Malaria
Die Übertragung erfolgt durch den Stich abend- und nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die Malaria tropica nicht selten tödlich. Die Malaria-Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Ein mittleres Risiko besteht im östlichen Tiefland, insbesondere in den wasserreichen Gebieten. Ein geringes Risiko besteht im übrigen Tiefland, im Osten des Amazonasgebietes, sowie in den westlichen Tieflandgebieten (v. a. Esmeraldas). Kein Risiko besteht in Höhenlagen (oberhalb 1500 m), in den Städten und auf den Galapagos-Inseln.
Je nach Reiseprofil kann die Mitnahme einer Notfallselbsttherapie allenfalls im Einzelfall auch eine Chemoprophylaxe sinnvoll sein, deren Auswahl unbedingt vor der Reise mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden sollte. In jedem Fall ist die konsequente Anwendung persönlicher Maßnahmen zur Minimierung von Mückenstichen (s. u.) sinnvoll.

Weitere Informationen: Auswärtiges Amt

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