Indien

Indien ist eines der spannendsten Länder der Erde und umfasst ein riesiges Gebiet auf dem wir überall auf enorme Gegensätze stoßen. Uralte Traditionen existieren neben modernsten Errungenschaften, bitterste Armut neben verschwenderischem Prunk, Menschenmassen neben stillen einsamen Orten der Einkehr.  

Indien wirbt mit dem Slogan „Incredible India“ (Unglaubliches Indien“) und man könnte es nicht treffender ausdrücken. Wir als Reisende können uns mit fremden Lebenssituationen vertraut machen und erleben wie anders Menschen in Indien leben und denken.

Wir wollen Ihnen mit unseren Reisen diese unglaubliche Region näherbringen und Einblicke gewähren in faszinierende Lebensstile und unterschiedliche Kulturen, verschiedenste Landschaften und Orte.

Geld/Zahlungsmittel: 

Reisenden wird empfohlen, Kreditkarten mit sich zu führen, da es besonders in ländlichen Bereichen zu Problemen bei der Bargeldversorgung kommen kann.

Visa-Informationen: 

Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Indien grundsätzlich ein Visum. Inhaber deutscher Reisepässe können unter bestimmten Voraussetzungen ein elektronisches Touristenvisum (e-Tourist Visa – e-TV) erhalten. Das e-TV muss bis spätestens vier Tage vor dem geplanten Einreisedatum beantragt werden und berechtigt in den meisten Fällen zur zweimaligen Einreise für einen Aufenthalt von bis zu 60 Tagen.
Auf der Homepage indianvisaonline sind die Voraussetzungen für ein elektronisches Touristenvisum aufgeführt. Dort kann das e-TV beantragt werden. In Einzelfällen soll es bei der Online-Bezahlung der e-TV zu Schwierigkeiten gekommen sein. Es wird deshalb empfohlen, sicherzustellen, dass die Zahlung tatsächlich erfolgt ist. Reisende sind verpflichtet einen Ausdruck des e-TV mit sich zu führen.
Eine 24/7-Hotline für elektronische Touristenvisa ist telefonisch unter +91-11-2430 0666 oder per E-Mail über indiatvoa [at] gov.in eingerichtet.
Das e-TV wurde zusätzlich zu allen bereits bestehenden Visumskategorien eingeführt. Alle anderen Visa sind wie bisher bei der zuständigen indischen Auslandsvertretung zu beantragen, Antragstellungen an der Grenze oder am Flughafen sind nicht möglich.
Reguläre Touristenvisa werden grundsätzlich mit einer Gültigkeitsdauer von sechs Monaten ab dem Tag des Ausstellungsdatums ausgestellt, wobei in der Regel mehrmalige Einreisen möglich sind (multiple entry visa).

Eine Verlängerung der Gültigkeit des Touristenvisums nach Einreise ist nur in begründeten Ausnahme-/Notfällen durch das zuständige örtliche Foreigners’ Regional Registration Office (FRRO) möglich.

Bei einer beabsichtigten Gesamtaufenthaltsdauer von mehr als 6 Monaten oder sofern eine solche Auflage im indischen Visum (z. B. Arbeitsvisum) aufgeführt ist, besteht - unabhängig von der beabsichtigten Dauer des einzelnen Aufenthalts - eine Registrierungspflicht beim örtlich zuständigen District Foreigners' Registration Office (FRO) bzw. beim Foreigners' Regional Registration Office (FRRO). Diese muss innerhalb von 14 Tagen nach der Ankunft wahrgenommen werden. Nichtregistrierung führt regelmäßig dazu, dass der/die Betroffene am indischen Flughafen an der Ausreise gehindert wird und dann beim örtlich zuständigen FRRO eine gesonderte Ausreiseerlaubnis einholen muss, was zwangsläufig eine mehrtägige Ausreiseverzögerung mit sich bringt und bei geplanter Ausreise, z. B. von New Delhi, eine Rückreise an den letzten Aufenthaltsort erforderlich macht. Diese Formalitäten sind zudem sehr umständlich und führen regelmäßig zu substanziellen Problemen. Eine Einflussnahme der zuständigen deutschen Auslandsvertretung ist in derartigen Fällen erfahrungsgemäß nicht möglich. Bei Aufenthalt von mehr als 180 Tagen mit Business oder Employment Visa empfiehlt es sich, bei Abreise eine Steuerbescheinigung (Tax Clearance Certificate) mit sich zu führen, die erfahrungsgemäß gelegentlich noch verlangt wird, obgleich dies nicht mehr gesetzlich vorgeschrieben ist.

website des Indischen Innenministeriums: https://mha.gov.in

Sollten Sie eine andere Staatsbürgerschaft als die deutsche besitzen, so teilen Sie uns bitte bei Ihrer Anfrage oder Buchung Ihre Nationalität mit, so dass wir Sie über die entsprechenden Einreisebestimmungen informieren können. Vielen Dank!

Elektronisches Touristenvisum – e-TV (Deutschland + Österreich)
 

Gültigkeit:
Mit einem elektronischen Touristenvisum (e-TV) ist ein Aufenthalt von maximal 30 Tagen möglich.
Das e-TV berechtigt zur einmaligen Einreise nach Indien und wird maximal zweimal im Jahr gewährt.


Beantragung:
Für ein e-TV ist eine Online-Registrierung
https://indianvisaonline.gov.in/visa/tvoa.html
erforderlich. Diese hat mindestens vier Tage vor der geplanten Einreise zu erfolgen. Das e-TV wird innerhalb von 72 Stunden ausgestellt. Bei der Einreise nach Indien ist ein Ausdruck mitzuführen.


Benötigte Unterlagen:
Mindestens noch sechs Monate gültiger Reisepass
Scan der ersten Seite des Reisepasses als .pdf
Biometrisches Foto im Format 5 x 5 cm als .jpg


Angeschlossene Flughäfen:
Die Einreise mit einem e-TV ist über 16 indische Flughäfen möglich:
Ahmedabad
Amritsar
Bengaluru
Chennai
Cochin
Delhi
Gaya
Goa
Hyderabad
Jaipur
Kolkata
Lucknow
Mumbai
Tiruchirapalli
Trivandrum
Varanasi


Die Ausreise ist von jedem Flughafen möglich. Es ist ein gültiges Rück- oder Weiterflugticket vorzulegen.


Kosten:
Die Kosten für das e-TV liegen derzeit bei 48 US-Dollar. Der Betrag ist bei der Online-Registrierung per Kreditkarte zu bezahlen.

Medizinische Hinweise: 

Aktuelle Medizinische Hinweise des Auswärtigen Amtes (https://www.auswaertiges-amt.de/de/indiensicherheit/205998)

Nipah-Virus
Am 20.05.2018 kommunizierten offizielle Stellen in Indien einen Ausbruch des NIPAH Virus im Bundesstaat Kerala. Nipah ist eine schwerwiegende Krankheit mit hoher Sterblichkeit. Natürliche Wirte des Virus sind Flughunde (`fruit bats´´, flying foxes). Der Übertragungsweg von den Fledermäusen führt meistens über Schweine als Zwischenwirte und dann weiter zum Menschen, z.B. bei der Schlachtung der Tiere. Kurze Infektionsketten, mit Übertragung des Virus von erkrankten Personen auf enge Kontaktpersonen, sind möglich. Nach bisher bekannten Untersuchungen stehen die Infektionen in direktem oder indirektem Zusammenhang mit den Ersterkrankten.

In Indien werden schon seit 2001 vereinzelt kleinere Ausbrüche des Nipah-Virus beschrieben. Aktuell handelt es sich um den ersten Ausbruch in Südindien.

Infektionsmedizinisch und epidemiologisch gibt es zurzeit weder für Reisende noch für  Langzeitaufenthalte eine signifikante Gefährdung.

Impfschutz
Seit März 2014 wird bei Einreise aus Ländern mit gemeldeten Polio Erkrankungen (Afghanistan, Nigeria und Pakistan; Stand 05.02.2014) und Ländern, in denen nachgewiesen wurde, dass dort Polioviren zirkulieren (Äthiopien, Kenia, Somalia und Syrien; Stand 05.02.2014) der Nachweis einer oralen Polioimpfung (früher: Schluckimpfung, heute: OPV), die nicht jünger als sechs Wochen und nicht älter als ein Jahr sein darf, gefordert. Bei wiederholten Reisen ist die orale Polio Impfung ggf. jährlich zu wiederholen. Ein Impfnachweis nach WHO-Standard ist mitzuführen.
Das indische Gesundheitsministerium führte dazu erklärend aus, dass der Impfnachweis für Ausländer, z. B. deutsche Staatsbürger, die in den sieben polio-infizierten Ländern leben und nach Indien reisen, nicht erforderlich ist. Genauso ist der Impfnachweis nicht erforderlich für Ausländer, z. B. deutsche Staatsbürger, die in Indien leben und in polio-infizierte Länder reisen. Informationen hierzu finden Sie auf der Webseite des .

Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird nur für die Einreise aus einem Gelbfieber-Endemie Gebiet gefordert (siehe www.who.int). Impfzeugnisse, die eine Impfung in den letzten zehn Jahren vor der Einreise bescheinigen, werden anerkannt. Bei direkter Einreise aus z. B. Deutschland besteht keine Impfnotwendigkeit gegen Gelbfieber.

Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene (siehe www.rki.de) anlässlich einer Reise zu überprüfen und gegebenenfalls zu vervollständigen. Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten) und Polio (Kinderlähmung), ggf. auch Masern, Mumps, Röteln (MMR) und gegen Influenza (Grippe) und Pneumokokken.
Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Gefährdung auch gegen Hepatitis B, Tollwut, Meningokokken-Meningitis ACWY und Japanische Encephalitis empfohlen.

Durchfall- und Darmerkrankungen
Durchfallerkrankungen sind überall im Land ganzjährig häufig. Leitungswasser hat auch in Städten oft keine Trinkwasserqualität. Es wird empfohlen, nur originalverpackte Getränke in Flaschen oder Dosen zu konsumieren oder Wasser vor dem Genuss antibakteriell zu filtern oder zu kochen. Für das Waschen von Obst und Gemüse oder zum Zähneputzen sollte ebenfalls nur Trinkwasser verwendet werden. Fleisch sollte vor dem Verzehr ebenfalls gut gegart sein.

Das Infektionsrisiko für Salmonellen-, Shigellen- und Typhuserkrankungen, Amöben, Lamblien und Wurmerkrankungen, Hepatitis A und E besteht landesweit. Allgemeine Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen oder Händedesinfektion nach dem Toilettengang und vor dem Essen und das Fernhalten von Fliegen von Nahrungsmitteln können die Gefahr einer Infektion vermindern.

Cholera
Cholera tritt in Indien immer wieder auf, ist in aller Regel und bei Beachtung der üblichen Hygieneregeln aber für Touristen keine Bedrohung. Eine Impfung gegen Cholera steht zur Verfügung, wird aber nicht generell empfohlen.

Malaria
Die Übertragung der Malaria erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles- Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (verursacht durch Plasmodium falciparum) bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen nach dem Aufenthalt in Endemiegebieten ausbrechen. Die Beschwerden bei einer Malaria (Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, Durchfall, u. a.) sind meist uncharakteristisch und von einer Grippe oder einer ähnlichen Erkrankung nicht zu unterscheiden. Bei rechtzeitiger Diagnosestellung kann auch die Malaria tropica zuverlässig behandelt werden, ohne dass es zu bleibenden Schäden oder Beschwerden kommt.

Außer in Höhenlagen über ca. 1500 Meter besteht in Indien ganzjährig ein mittleres Übertragungsrisiko für Malariaerkrankungen mit saisonalen Schwankungen: besonders in den Monaten während und nach der Regenzeit steigen die Fallzahlen an. In Indien sind die großen Städte davon nicht ausgenommen. Insbesondere in Mumbai und in Delhi waren in den letzten Jahren zunehmende Malaria Erkrankungen zu verzeichnen.

Das Risiko ist im Tiefland im Nordosten und im Bundesstaat Orissa am höchsten und nimmt vom Norden und den zentralen Landesteilen nach Süden hin ab. Dabei handelt es sich landesweit in über der Hälfte der Fälle um die potentiell lebensbedrohliche, durch Plasmodium falciparum verursachte, Malaria tropica.

Es gibt keinen absolut sicheren Schutz vor einer Malariaerkrankung. Ein ausreichender Schutz vor Stechmücken (Expositionsprophylaxe), insbesondere während der Dämmerung und nachts, ist der wichtigste Schutz vor einer Malariaerkrankung.
· Das Tragen langer, heller und gegen Insekten imprägnierter Bekleidung im Freien,
· Das konsequente Einreiben aller Hautflächen mit einem geeigneten Repellent und
· Das Benutzen imprägnierter Moskitonetze während der Nacht oder
· Der Aufenthalt in Mücken-geschützten Räumen (Fliegengitter, Klimaanlagen)vermindern das Risiko einer Übertragung deutlich und schützen auch vor anderen stechmückenübertragenen Erkrankungen wie Dengue Fieber, Chikungunya und Japanischer Enzephalitis. Die vorbeugende Einnahme von Medikamenten (Chemoprophylaxe) wird nicht generell empfohlen (www.dtg.org) und ist nur in Ausnahmefällen zu erwägen. Aufgrund des Risikos in Indien, gefälschte Medikamente zu erwerben, ist das Mitführen eines verschreibungspflichtigen Malariamittels zur so genannten Notfalltherapie angeraten. Die individuelle Auswahl des Medikaments und mögliche Nebenwirkungen, beziehungsweise Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten, müssen entsprechend dem Reiseverlauf und persönlichen Umständen mit einem Tropen- oder Reisemediziner vor Ausreise besprochen werden. Beim Auftreten von Fieber nach einem Aufenthalt in Indien ist eine umgehende Vorstellung beim Arzt mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet immer notwendig.
Siehe dazu auch das Merkblatt Expositionsprophylaxe.

weitere Informationen erhalten Sie auf der Indien-Seite des Auswärtigen Amtes.

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