Heilkräuter-Reise in die Mongolei und an den Baikalsee

Der Duft von Kräutern empfängt Sie in der Mongolei. Überall nimmt man intensiv die Fülle aromatischer Kräuter wahr, die hier gedeihen. In den Steppen der Mongolei herrscht im Sommer der herbe Duft von Wermut vor, begleitet von Kamille und Beifuß. Leuchtend blau strahlen uns große Enzianblüten entgegen, Margeriten und wilde Rosen wachsen neben riesigen Edelweiß! In Bulgan wächst auf großen Flächen Sanddorn, hier ist der Boden sandiger. Thymian, Wegerich und Heidelbeeren gibt es in Hülle und Fülle im Norden des Landes, dort, wo die Mongolei an Burjatien und Russland grenzt. Bei Birkenwäldern findet man Heidelbeeren, Moosbeeren und Preiselbeeren. Die sibirische Lärche wechselt ab mit Zedern, an denen die überaus begehrten und nahrhaften Zedernnüsse gedeihen, die in der Mongolei im Herbst geerntet und für den Winter bevorratet werden. Im Sommer stehen überall am Straßenrand der nördlichen Region große Eimer und Kanister voller Heidelbeeren und Heidelbeermarmelade zum Verkauf. Im Spätsommer werden Preiselbeeren gesammelt und eingekocht. Sanddorn wird zu Vitamin-C-reichem Saft verarbeitet, der in den Supermärkten der Mongolei verkauft wird. Die Mongolen nutzen die Gaben der Natur um sich gesund zu halten.

Die Steppen und Wälder Burjatiens an der Südostküste des Baikalsees befinden sich nördlich der Mongolischen Grenze. Der Fluss Selenge fließt von der Mongolei aus durch Burjatien und mündet im Baikalsee. Unterwegs, am Zusammenfluss von Selenga und Uda liegt die Hauptstadt Burjatiens, Ulan-Ude. Sie ist ein Schmelztiegel der Kulturen - Burjaten, Ewenken und Russen leben hier und pflegen ihre Traditionen. Sie vereint der uralte Schamanismus und die Buddhistische Religion in ihrer Heimat am tiefsten Süßwassersee der Welt, dem Baikal. Für die Ewenken und Burjaten ist der Baikalsee ein heiliges Meer. Man sagt, dass hier viele Kraftorte liegen und die Natur an vielen Stellen mehr Pflanzen und Heilkräuter konzentriert als sonst in ganz Russland vorkommen. Nicht umsonst hat der Schamanenfelsen im Baikalsee an der heiligen Insel Olkhon der Legende nach 13 Gottheiten und stellt das Herz Sibiriens dar.

Erkunden Sie auf dieser Naturreise mehrere Regionen Asiens und begegnen Sie interessanten Menschen mit denen Sie sich austauschen. Tauchen Sie ein in die Mongolische, Burjatische, Russische und Ewenkische Kultur mit ihrer Vielfalt an lebensfroher Farbigkeit und Klängen, altem Wissen und kulinarischen Köstlichkeiten.

Highlights:

Mongolei: Ulaanbaatar – Hustai Nuruu Nationalpark – Kharkhorin – Kloster Erdene Zuu – zu Gast bei einer Nomadenfamilie – Khorgo Vulkan und Weißer See – Khuvsgul Nationalpark – Khuvsgulsee – Bulgan – Heilquellen – Kloster Amarbayasgalant – Selenge Ebene – unterwegs mit einem heilkräuterkundigen Führer

Russland: Ulan-Ude – Barguzin Tal – Kurumkan und Alla – Begegnungen mit der russischen, burjatischen und ewenkischen Kultur – Ushkani Inseln – Baikalsee – Insel Olchon – Irkutsk – Treffen mit Schamanen und Medizinleuten und Heilkräuterkundigen
 

Danke an Wolf-Dieter Storl, der sein Buch "Wolfsmedizin" nach diesen Reiseerlebnissen schrieb.

Feedback Wolf-Dieter Storl 2017:


Liebe Frau Wippel,
Eine fantastische Reise! Von Anfang bis Ende! Das Program hat alles gehalten was es versprach. Als Ethnologe und Ethnobotaniker kam ich auf meine Kosten! Die russen , wie auch die Mongolen haben uns herzlich empfangen.
...

Überhaupt waren die Reisegefährten alle Spitze.

Vielen Dank für Ihre Bemühungen,
Wolf-Dieter Storl

Reisedauer: 
24 Tage
Reiseverlauf: 

Abreise aus Europa am 18.7.2020 mit MIAT ab Frankfurt (Direktflug nach Ulaanbaatar), von anderen Flughäfen z.B. mit Aeroflot

TAG 1, 19.7.2020: Ulaanbaatar, Hauptstadt der Mongolei
Anreise – Ankunft am frühen Morgen am Flughafen Ulaanbaatar. Begrüßung und Transfer in die Stadt. Kleine Stadtrundfahrt mit Besuch des Gandan-Kloster Komplexes, des buddhistischen Zentrums von Ulaanbaatar. Die Hauptstadt der Mongolei liegt auf ca 1300 m Höhe und gilt als kälteste Hauptstadt der Welt, durchschnittlich gesehen. Uns erwarten jedoch sommerliche Temperaturen und eine sehr beschäftigte moderne Stadt. Am Rand breiten sich Jurten-Siedlungen aus. Für den Abend ist ein Treffen mit unserer Schamanin geplant. 

Übernachtung im Hotel Bayangol (komfortables 4-Sterne-Hotel, im Stadtzentrum gelegen, komfortabel ausgestattete Zimmer mit Dusche/WC, Wlan gratis, Restaurant mit mongolischer und internationaler Küche)
Frühstück, Mittagessen, Abendessen
 
TAG 2, 20.7.2020: Elsen Tasarkhai – Kharkhorin – Kloster Erdene Zuu
Nach dem Frühstück im Hotel fahren Sie in die Steppengebiete der Mongolei. In Elsen Tasarkhai sehen Sie wie kontrastreiche Natur nebeneinander existiert: Sanddünen, Felsenberge und ein Fluss. Bei einer kleinen Wanderung genießen Sie die schöne Umgebung. Nach einem Picknick Weiterfahrt nach Kharkhorin, der einstigen Hauptstadt des mongolischen Reiches unter Chinggis Khaan und seinen Söhnen. Von der alten Stadt ist nichts mehr zu sehen. Das heutige Kharkhorin ist eine typische mongolische Provinzhauptstadt. Im Museum erfahren wir etwas über die Ausgrabungen der historischen Stadt. Sie besuchen das beeindruckende buddhistische Kloster Erdene Zuu.

Übernachtung im Urguu Ger-Camp (Ger, sanitäre Anlagen im Haus, Restaurant)
Frühstück, Mittagessen, Abendessen

TAG 3, 21.7.2020: Kharkhorin – Nomadenfamilie
Weiterfahrt nach Battsengel zu einer Nomadenfamilie, die Sie 2 Tage lang gastfreundlich aufnimmt. Ihre Familie heißt Sie willkommen und zeigt Ihnen die Umgebung ihres Sommerplatzes. 
Ihre Gastfamilie sind Malchin, wie sich die Nomaden in der Mongolei nennen – Viehzüchter. Sie haben Einblick in ihre besondere Lebensweise. Ihre bewegliche Behausung, das Ger, lässt sich leicht ab- und aufbauen. Die Nomaden haben gerade so viel Hausrat, dass sich alles gut verpacken und transportieren lässt, wenn sie bis zu vier Mal im Jahr umziehen. Sie leben in einem Sommercamp, das dem Sommerweideplatz der Tiere entspricht und in einem Wintercamp in einem besonders geschützten Gebiet.
Reitmöglichkeit.

Übernachtung in der Gästejurte der Familie (separat, ausgestattet mit Betten und Ofen)
Frühstück, Mittagessen, Abendessen
 

TAG 4, 22.7.2020: Nomadenfamilie
Sie nehmen teil am Alltagsleben der Nomadenfamilie, die im Sommer viel zu tun hat: beim Melken, der Verarbeitung der Milch zu verschiedenem Käse, Quark, Joghurt, Airag, der Betreuung und Pflege der Tiere können Sie zuschauen oder auch helfen. Sie unternehmen je nach Interesse Ausflüge in die Umgebung mit Pferden oder zu Fuß.

Übernachtung in der Gästejurte der Familie (separat, ausgestattet mit Betten und Ofen)
Frühstück, Mittagessen, Abendessen 
 

TAG 5, 23.7.2020: Nomadenfamilie – Khorgo Vulkan und Terkhiin Tsagaan Nuur
Abschied von der Familie und Weiterfahrt zum Vulkan Khorgo, der in einer faszinierenden Landschaft in der Nähe des Sees Terkhiin Tsagaan Nuur (Weißer See) liegt. Hier können Sie wandern und die idyllische Gegend genießen, dabei bekommen Sie eine Vorstellung davon wie der Vulkanismus vor ca 10000 Jahren diese Landschaft geschaffen hat.

Zwei Übernachtungen im gemütlichen Maikhan Tolgoi Ger Camp (Ger, Restaurant, sanitäre Anlagen im Haus).
Frühstück, Mittagessen, Abendessen

TAG 6, 24.7.2020: Terkhiin Tsagaan Nuur und Khorgo
Eine kleine geführte Wanderung führt Sie auf den Vulkan Khorgo mit herrlichem Rundblick in die ursprüngliche Landschaft, der man die einstigen vulkanischen Aktivitäten ansieht.
Der Rest des Tages steht Ihnen zum Ausruhen und Erkunden der Gegend auf eigene Faust zur Verfügung, es gibt auch Reitmöglichkeiten.

Übernachtung wie am Vortag.
Frühstück, Mittagessen, Abendessen 

TAG  7, 25.07.2020: Tumurbulag, Khuvsgul-Ulziit Khishig
Fahrt zum Shivert Mountain. Sie haben Zeit die Umgebung bei Wanderungen und Spaziergängen auf eigene Faust zu erkunden.

Übernachtung im Ger Camp Ulziit Khishig.
Frühstück, Mittagessen, Abendessen
 
TAG 8-9, 26.7. und 27.7.2020: Fahrt über Murun zum Khuvsgulsee
Im Norden der Mongolei liegt der Khuvsgul-See, der kleine Bruder des Baikalsees. Durch hügelige Steppengebiete fahren wir zum Khuvsgul Nationalpark mit seiner einzigartigen natürlichen Schönheit und seinem Reichtums an Fauna und Flora. Der Khuvsgulsee ist auch als "Blaue Perle der Mongolei" bekannt und ist der größte Süßwasserspeicher des Landes. Auf dem Weg kommen wird durch die Provinzhauptstadt Murun und kaufen für den Rest der Tour frische Lebensmittel ein. Genießen Sie den herrlichen Blick über den blauen Khuvsgulsee, der im Westen von einem Panorama hoher Berge begrenzt wird. Das klare Wasser des Sees ist eisig. Hügelige Taiga, die von den typischen sibirischen Lärchenwäldern, niedrigen Sträuchern, Wildbächen und vielen Kräutern und Blumenwiesen durchzogen ist, machen die Umgebung des Khuvsgulsees aus. Am Ufer befinden sich unter hohen Lärchen Margeritenwiesen, in denen blauen Enzianblüten leuchten. Ein Wanderweg führt zu einem wunderschönen Aussichtspunkt, der Blick über den See lohnt sich!

Am zweiten Tag Ihres Aufenthaltes unternehmen Sie eine Bootsfahrt zur Insel inmitten des Khuvsgulsees. Für den Abend ist ein Treffen mit unserem Schamanen geplant.

2 Übernachtungen im Ger Camp Ashikhai, direkt am Ufer des Khuvsgul-Sees wunderschön gelegen.
Frühstück, Mittagessen, Abendessen

Optional: Reitausflug
 
TAG 10, 28.7.2020: Bulgan Provinz – Uran Togoo Vulkan
Rückfahrt zum Bulgan Aimag zum Vulkan Uran Togoo. Sie fahren über Khutag Undur, wo es Heilquellen gibt.

Übernachtung im Unit Camp.
Frühstück, Mittagessen, Abendessen
 
TAG 11, 29.7.2020: Uran Togoo – Amarbayasgalant
Unser heutiges Ziel ist das einzigartig gelegene Steppenkloster Amarbayasgalant. Es wurde zwischen 1726 und 1736 zu Ehren des verstorbenen Zanabazar, dem ersten Vertreter des Buddhismus in der Mongolei, erbaut. Das Kloster ist in ganz Asien für seine erstaunliche Architektur bekannt. Es gibt keinen einzigen Nagel im ganzen Komplex. Der gesamte Gebäudekomplex wird ausschließlich durch eine Holzkonstruktion zusammengehalten. Besuch des Klosters.

Übernachtung im Ger Camp Amarbayasgalant. 
Frühstück, Mittagessen, Abendessen 
 
TAG 12, 30. Juli 2020: Amarbayasgalnt – Darkhan – Selenge
In Selenge fahren Sie zu einem wunderschönen Aussichtspunkt - nach Saikhan Hutul (10 km entfernt). Von einem hohen Felsen sehen wir in die Selenge-Ebene, in die der Orkhon-Fluss mündet. Die Selenge fließt weiter und mündet in den Baikalsee.

Übernachtung im Comfort Hotel in Darkhan.
Frühstück, Mittagessen, Abendessen 
 

TAG 13, 31.7.2019: Stadt Suchbaatar - Ausreise aus der Mongolei
Um 7:00 Uhr Abfahrt mit dem Bus von Sukhbaatar, der mongolischen Grenzstadt, nach Kyachta, dem russischen Grenzort. Die Einreiseformalitäten werden direkt an der Grenze erledigt. Sie werden von Ihrem mongolischen Reiseleiter begleitet, der Ihnen zur Seite steht. Der Bus erreicht Kyachta, den russischen Grenzübergang, um 10:00 Uhr.

Russland/Buryatien

In Kyachta werden Sie von unserem russischen Team abgeholt und fahren mit dem Auto weiter. Sie besuchen ein interessantes Sibirisches Museum, es ist das älteste in der ganzen Gegend. Nach dem Mittagessen Fahrt nach Ulan-Ude, der Hauptstadt der Republik Burjatien.

Fahrt: 228 km, Asphaltstraße
Übernachtung im Hotel Geser in Ulan-Ude (4*, Doppelzimmer, Dusche/WC, ruhige Lage im Stadtzentrum, Restaurant)
Mittagessen, Abendessen

TAG 14, 1.8.2020: Ulan-Ude – Atsagat Tempel
Am Vormittag lernen Sie die Hauptstadt der autonomen Burjatischen Republik kennen. Burjaten sind ebenfalls ein mongolischer Volksstamm, der in Russland jedoch schon früh sesshaft gemacht wurde. Besuch der Altstadt mit den wunderschön restaurierten alten Holzhäusern. Die charmante Stadt liegt in einer grünen Ebene am Zusammenfluss der Selenga und der Uda. Die Burjaten bilden die größte Volksgruppe (Indigene) in Sibirien und sind hauptsächlich in Burjatien, in der südlichen Region Sibiriens am Ostufer des Baikalsees zu Hause, aber auch in der Mongolei. Sie sind Verwandte der Mongolen mit denen sie viele Gemeinsamkeiten haben: z.B. die nomadische Viehhaltung, ihre Behausungen – in der Mongolei als Ger bekannt, in Burjatien als Jurte – eine sehr ähnliche Sprache und ihren buddhistischen und schamanischen Glauben.
Am Nachmittag Besuch des Atsagat Tempels. Dieses interessante buddhistische Kloster hat eine lange Geschichte. Es wurde 1825 gegründet und beherbergte einen Haupttempel, eine Bibliothek, eine Druckerei und eine Schule. 1891 besuchte Zar Nikolaus II das Kloster. Zu Beginn des 20. Jh. wurde im Kloster eine Schule der Tibetischen Medizin gegründet und erlangte Berühmtheit. Die Schule wurde eingeführt von Agvan Dorhiyev, einem Doktor der Buddhistischen Philosophie und Lehrer des 13. Dalai Lama. Viele Heilpflanzen wurden in der Umgebung des Klosters gezüchtet.
Mittagessen mit guter burjatischer Küche (Steppen-Nomaden).

Übernachtung im Hotel Geser (komfortabel ausgestattet, Bad, Wlan, Restaurant)
Frühstück, Mittagessen, Abendessen

TAG 15, 2.8.2020: Ust Barguzin
Nach dem Frühstück fahren wir Richtung Baikalsee zur Siedlung Ust-Bargusin. Nach ungefähr 3 Stunden Fahrt gelangen wir zum Ufer des Baikalsees. Bei klarem Wetter ist von hier aus sogar die Insel Olchon inmitten des Baikal zu sehen. Vorbei an der Halbinsel Svyatoy Nos (Heilige Nase) gelangen wir nach Ust Barguzin, einem Dorf mit ca 10.000 Einwohnern – die vor allem in gemütlichen kleinen typisch sibirischen Holzhäusern, umgeben von Holzzäunen (im Winter schützen sie vor Schneestürmen) und Gärten leben. Sie versorgen sich selbst mit viel Gemüse.
Wir besuchen Familien die uns mit einem traditionellen burjatischen Mahl empfangen. Dabei lernen wir einige Burjatische Sitten und Bräuche kennen. Haben Sie Lust in einem kleinen Kochkurs burjatische Pozy (gefüllte gedämpfte Teigtaschen) zuzubereiten? Abends Erholung in der Russischen Banja (Sauna).

Übernachtung bei einer Familie (komfortable Gästezimmer, gemeinsames Bad: Dusche/WC)
Frühstück, Mittagessen, Abendessen
ca 270 km Fahrt mit unserem Mini-Bus, ca 5 Stunden Fahrzeit

TAG 16, 3.8.2020: Barguzin Tal
Das Barguzin Tal ist bekannt für die Geschichte um Chinggis Khan. Seine Mutter Hoelun soll hier seine Geburt vorhergesehen haben. Sie war ein Mitglied des Olhunut Stammes und wurde mit einem Mann vom Stamm der Merkit verlobt. Auf dem Weg in dessen Lager wurde sie aber von Yesugei – Chinggis Khan’s Vater – entführt. Die Stammesrivalität setzte sich bis 1189 fort als Chinggis Khan die Merkitstämme unterjochte und eine Eroberungszüge begann.

Wir überqueren zuerst mit einer Fähre den Barguzin Fluss, der breit und eindrucksvoll dem Baikalsee zuströmt. Die Flusslandschaft vor dem Hochgebirgskamm wird auf der rechten Seite von flachen Steppen und sogar Sanddünen aufgelockert. Eine Reihe von heiligen Stätten und Kraftorten befinden sich im Barguzintal, wie die legendären heiligen Bukhe-Shuluun Felsen und mineralhaltige Thermalquellen. Am wichtigsten ist aber wohl das kulturelle Erbe der Burjaten und Ewenken. Das Barguzin-Tal erstreckt sich über 125 Meilen von Norden nach Süden und ist ca ungefähr 22 Meilen breit. Wir fahren das Tal hinauf um die Sachsenburg zu besuchen, eine bizarre Felsformation, den Bukhe-Shuloon Felsen, den Ininsky-Felsengarten und Sanddünen! An den Gebirgshängen wachsen Fichten, Kiefern, Zedern und sibirische Lärche, im Flusstal breiten sich Birkenwälder und Espen aus. Im Dorf Baturino, einem typisch sibirischen Dorf mit vielen traditionellen Holzhäusern sehen wir eine hübsche kleine Kirche.
Abends erreichen wir den Ort Kurumkan.

Übernachtung im Hotel Ilikchin, ein kleines 3* Hotel mit schönem Garten (DZ, Dusche/WC)
Frühstück, Mittagessen, Abendessen
 

TAG 17, 4.8.2020: Dorf Alla – Schlucht und Wasserfall – Arshan Thermalquellen – Schamanisches Ritual
Alla ist ein Dorf deren größte Bevölkerungsgruppe die Ewenken bilden. Die Ewenken sind ein Indigenes Volk Sibiriens, sie wurden sesshaft gemacht, sind aber ursprünglich Rentiernomaden. In ferneren Regionen Sibiriens leben die Ewenken noch immer von Rentieren. Besuch des Museums im Ewenkischen Kulturzentrum vom Alla. (gegen eine Spende von 5 Euro/Person an das Kulturzentrum)
Wir besuchen die Schlucht am Wasserfall von Alla und die heißen Quellen von Arshan.
Rückfahrt nach Kurumkan.

Übernachtung im Hotel wie am Vortag
Frühstück, Mittagessen, Abendessen
 

TAG 18, 5.8.2020: Rückfahrt nach Ust Barguzin
Unterwegs besuchen wir den Yang-Jima Schrein und sind dann wieder bei unseren Burjatischen Familien in Ust Barguzin zu Gast. Genießen Sie einen kurzen Spaziergang zu dem kleinen heiligen Ort Yang Jima, der auf einem Felsblock liegt. Hier wurde ein Bild gefunden, das wohl eine weibliche Gottheit zeigt. Die Legende sagt, ein Besuch des Ortes gibt Frauen den Segen der Göttin und schickt ihnen Problemlösungen. Den Weg säumen Khadag-geschmückte Bäume. Nach dem Besuch des Yang Jima-Schreins fahren wir weiter zu einem kleinen Dorf, um uns mit dem örtlichen "Schmied" zu treffen, einem Schamanen (Blacksmith Shaman). Eine sehr interessante Begegnung! In ihrem geweihten Schmiedegelände werden die Schamanen ein besonderes Ritual für die Gottheiten der Berge und Täler abhalten, oft wird dabei ein wenig Milch oder Wodka geopfert.

Übernachtung bei den Gastfamilien, Gästezimmer sind Doppelzimmer, kein eigenes Bad (Bad wird geteilt), sehr gute Verpflegung
Frühstück, Mittagessen, Abendessen
 

TAG 19, 6.8.2020: Halbinsel Heilige Nase und Thermalquellen der Schlangenbucht
Wir fahren nur eine kurze Strecke bis zur Halbinsel Svyatoy Nos, über die Chivirkuy Bucht und die Zmeinaya Bucht. Teilweise geht es über einen richtig rauen Schotterweg. Halten Sie Ihre Augen nach Bären offen! Wanderung bis zur Schlangenbucht (Zmeyovaya). Hier finden Sie zwei heiße Mineralquellen vor, die eine wunderbare Erholung für Ihre Muskeln bieten. Die Quellen sind wirklich richtig heiß (eine ca 54 Grad, die andere etwas ‚kühler’) – Vorsicht ist geboten! Ein Bad im Baikalsee bringt Erfrischung. Rückweg zu Fuß oder mit dem Boot zu unserer Unterkunft für die Nacht: ein schwimmendes Hotel mit einem kleinen Restaurant in Ufernähe einer schönen Bucht. Die Banja des Hotels ist besonders gut und man kann direkt anschließend ins kalte Wasser des Baikal tauchen.

Übernachtung auf dem Schiff (einfach)
Frühstück, Mittagessen, Abendessen
 

TAG 20, 7.8.2020: Ushkanyi Inseln/Schutzgebiet – Bootstour über den Baikalsee zur Insel Olchon
Nach dem Frühstück unternehmen wir einen Ausflug zum Schutzgebiet der Ushkanyi Inseln. Hier leben Nerpas, die Baikalrobben, eine endemische Art und die einzigen Süßwasserrobben der Welt. Es ist immer noch ein Rätsel, wie sie hierhergekommen sind, es wird vermutet, dass der Baikalsee vor langer Zeit mit den Ozeanen verbunden war. Die Ushkanyi Inseln sind streng geschützt und liegen im Zabaikalsky Nationalpark. Eine zahlenmäßig begrenzte Besuchermenge darf mit einer Sondergenehmigung des Gebiet besuchen. Wir steigen am Ufer aus und wandern begleitet von einem Nationalpark Ranger durch einen Pinienhain zum Beobachtungspunkt. In einem Versteck hinter einem Tarnnetz können wir die Tiere beobachten. Die Robben sind extrem scheu. Die kegelförmigen Tiere kommen nur aus dem Wasser, wenn sie sich völlig ungestört fühlen und wenn das Wetter schön ist. Wenn es bewölkt oder regnerisch ist werden wir wahrscheinlich nur ihre Köpfe im Wasser auftauchen sehen.
Anschließend Überfahrt über den Baikal zur Insel Olchon. An Bord genießen Sie ein Bankett der besonderen Art: eine traditionelle Delikatesse aus dem Baikalsee: den Omul, ein weißer Fisch aus der Familie der Lachse, ebenfalls eine endemische Art.

Übernachtung im Gästehaus von Nikita, landestypisches Haus, komfortabel und gemütlich, Zimmer mit Bad, Restaurant (je nach Verfügbarkeit)

Fahrt per Boot zu den Ushkanyi Inseln ca 2 Stunden
Überfahrt per Boot zur Insel Olchon ca 5 Stunden
Frühstück, Mittagessen, Abendessen

Tag  21,  8.8.2020: Kap Khoboy – Khushir
Wir erkunden den spektakulären Norden der Insel, Kap Khoboy. Olchon ist die größte von ca 30 Inseln im Baikalsee. Natürliche Monumente ragen majestätisch an der Nordküste der Insel auf. Eine hohe Steilküste bietet atemberaubende Blicke über den See. Wir fahren durch Taiga und Steppe, sogar Wüstenlandschaften gibt es auf Okhon. Ganz besonders geheimnisvoll ist der Lärchenwald am Westufer, und in der Mitte der Insel befindet sich ein großer Kiefernwald, durchzogen von prächtigen Azaleen-Sträuchern. Im Frühjahr blühen Anemone, Küchenschelle und Iris! Die Besiedlungsgeschichte der Insel reicht weit zurück. Die Ureinwohner waren Kurykans, Vorfahren der heutigen Burjaten und Jakuten. In einer Bucht wurden Reste einer Siedlung aus der Altsteinzeit gefunden. Das Kap Khoboy ist ein Kraftort den Menschen besuchen um zu meditieren. Anschließend machen wir einen Spaziergang zum Kap Sagan-Khushun an der Westküste. Die bemerkenswerten weißen Marmor-Klippen fallen steil in den See ab. Die Klippen sind bedeckt mit roten Flechten, die einen auffallenden Kontrast darstellen. Übernachtung in Khushir in einem komfortablen Gästehaus in der Nähe des Schamanenfelsens.

Übernachtung im Gästehaus (Doppelzimmer, Dusche/WC)
Frühstück, Mittagessen, Abendessen
 

TAG 22, 9.8.2020: Khushir – Irkutsk
Am Vormittag erkunden wir Khushir und die Umgebung. Viele Mythen und Legenden erzählt man sich über die Insel Olkhon. Für die indigenen Burjaten ist die Insel ein spiritueller Ort und am Schamanenfelsen wurden früher religiöse Opfer dargebracht. Burkhan, der Herr der Insel, Ugute-noion, soll in einer Höhle im Felsen gewohnt haben. Der Schamanenfelsen wird von Buddhisten und Schamanen gleichermaßen als einer der 9 asiatischen heiligen Orte (Felsen-Tempel) angesehen. Auch der Dalai Lama besuchte diesen Ort. Abschied von Khushir und Rückfahrt aufs Land. Die Fährüberfahrt dauert 20 Minuten, dann geht es weiter nach Irkutsk.

Übernachtung in Irkutsk im Hotel Irkutsk (3*, Doppelzimmer, Dusche/WC)
Fahrt 20 Minuten Autofähre, 4 Stunden Fahrt bis Irkutsk
Frühstück, Mittagessen

TAG 23, 10.8.2020: Irkutsk
Vor dem Mittagessen lernen wir Irkutsk kennen, eine der schönsten Städte Russlands. Es wurde 1661 gegründet, als die russischen Militärtruppen eine Festung am rechten Ufer der Angara errichteten. Ab dem späten 17. Jahrhundert war es ein politisches, wirtschaftliches und kulturelles Zentrum Sibiriens. Die russische klassische Architektur der Stadt stammt aus den 1880er Jahren, nachdem in der Gegend Gold entdeckt wurde. Die meisten der Backsteinvillen und großen öffentlichen Gebäude wurden im späten 19. bis frühen 20. Jahrhundert errichtet. Die schönen russisch-orthodoxen Kirchen und eine polnische Kathedrale (das einzige Gebäude im sibirischen gotischen Stil) befinden sich in der Innenstadt. Wir werden viele kleine Holzhäuser sehen, die mit "Holzspitzen" verziert sind (handgeschnitzte Fensterläden und Gebäudeverkleidungen).
Nach dem Mittagessen fahren wir nach Listwjanka, am Ufer des Baikalsees. Unterwegs besuchen wir das Taltzy Open Air Holzarchitekturmuseum, das einzigartige Ausstellungen der ursprünglichen sibirischen Lebensweise bietet.
Auf dem Weg nach Listwjanka halten wir am Schamanenfelsen am Ausfluss des Sees in die Angara. Nach dem Besuch des Baikalmuseums Rückfahr nach Irkutsk.
Abschieds-Abendessen im Restaurant Malty Homestead (bekannt auch für seine Kleinbrauerei) im historisch renovierten 130. Quartal.

Übernachtung im Hotel.

TAG 24, 11.8.2020: Abreise
Frühstück, Transfer zum Flughafen

Preis: 
ab 4.990,00 Euro
Leistungen: 

Übernachtungen wie im Programm ausgewiesen:
- Hotel 4* in Ulaanbaatar, landestypisch in Darkhan
- Hotel 4* in Ulan-Ude
- Hotel 3* in Irkutsk (DZ, Dusche/WC, komfortabel gut ausgestattet, Wlan gratis)
- Gästehäuser lt. Programm (DZ, Dusche/WC, wenn nicht anders ausgewiesen im Programm)
- bei Familien lt. Programm (Gästezimmer, gemeinsames Bad), Ger-Camp, Zelt

Reiseleitung:
- englischsprachige einheimische Reiseleitung in der Mongolei
- deutschsprachige einheimische Reiseleitung in Russland
alle Transfers im Land lt. Programm, Fährüberfahrten, Bootstouren
Eintritte lt. Programm
Ausflüge und Besichtigungen lt. Programm
Vollverpflegung (Frühstück, Mittagessen, Abendessen) – soweit im Programm pro Tag ausgewiesen
Naturschutzgebühren
SympathieMagazin „Mongolei verstehen“ und „Russland verstehen“

Einzelzimmerzuschlag: 
in Homestays kann kein Einzelzimmer erwartet/garantiert werden
Zusätzliche Kosten (optional): 

Einzelzimmerzuschlag 470,00 Euro
deutschsprachige Reiseleitung in der Mongolei 32,00 Euro/Tag/Gruppe

internationale An- und Abreise nach Ulaanbaatar und ab Irkutsk z.B. mit Aeroflot ab 990,00 Euro pro Person - wir machen Ihnen gern auf Wunsch ein Angebot und vermitteln diese Reiseleistung

Einzelzimmer sind in den Hotels und Ger-Camps in der Mongolei und in den Hotels in Russland verfügbar. 
In dem Gästehaus auf Olkhon ist ebenfalls EZ-Buchung möglich.
Für die Übernachtungen bei den Familien (home stay) stehen leider keine Einzelzimmer zur Verfügung. 
Für die Übernachtung auf dem Schiff steht leider kein Einzelzimmer zur Verfügung.

Mobilität: 
Reise nur für mobile Reisende (ohne eingeschränkte Mobilität)
Anreise: 

Internationaler Flug z.B. mit Aeroflot von Frankfurt nach Ulaanbaatar und Rückreise ab Irkutsk nach Frankfurt

Termine / Preise

Termine: 
18.07.2020 bis 11.08.2020
Reisedauer: 
24 Tage
Gruppengröße: 
4 - 12 Teilnehmer
Preis: 
ab 4.990,00 Euro
Atmosfair

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